Rauhschuppen-Dickfingergecko

(Pachydactylus scutatus)

Größe:

Ca. 12,5 cm, davon bis zu 6,5 cm KRL

 

Verbreitung:

Ein Endemit des nordwestlichen Namibias und südwestlichen Angolas.

 

Lebensraum:

In Felsauswüchsen, Trockenflüssen, Kalksteinen, lockerer Rinde von Bäumen ist dieser Gecko zu finden.

 

Lebensweise:

Nachtaktive Geckos, die sich tagsüber unter flachen oder massiven Steinen sowie Korkrinde oder Baumrinde verstecken. Sie sind nicht wählerisch bei der Wahl des Verstecks.

 

Lebenserwartung:

n. b. (mind. 4-6 Jahre)

 

Beschreibung:

Die kräftigen Gliedmaßen sind proportional zum Körper mittellang bis eher kurz. Der Körper ist im Querschnitt rund und nicht abgeflacht. Die Dorsalbeschuppung besteht aus stark gekielten Tuberkelschuppen. Der Schwanz besitzt Ringe aus vergrößerten Tuberkelschuppen. Die Grundfarbe der Oberseite reicht von dunkelbraun über hell- und goldbraun bis hin zu leuchtend gelb.

Entlang der Wirbelsäule erstreckt sich eine Reihe von dunklen braunen bis schwarzen Flecken.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen sind nicht so kräftig gebaut und zeigen blassere Farben. Die Männchen verfügen über zwei verdickte Hemipenistaschen.

 

Terrariengröße:

Mindestanforderung 3 x 3 x 4 (L x B x H) der KRL für ein Paar. Ein Terrarium von mindestens 20 x 20 x 30 cm für ein adultes Pärchen oder ein Männchen mit 2 Weibchen ist ausreichend.

 

Terrarientyp:

Mischterrarium mit sowohl einer Trockenzone als auch einer Feuchtzone mit hoher Luftfeuchtigkeit zum Häuten.

 

Terrarieneinrichtung:

Bodenfläche des Terrariums aus 1/3 Sandlehm und 2/3 Kokoshumus.

Unterschlupfmöglichkeiten, Steine, Felsaufbauten und lebende Pflanzen. Eine flache Wasserschale sollten vorhanden sein.

 

Licht:

Leuchtstoffröhren sind ausreichend, denn die nachtaktiven Geckos benötigen kein hell beleuchtetes Terrarium. Lampen sind aber für den Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Steuerung über Zeitschaltuhren, die das Licht und die Heizung je nach Jahreszeit für 6-14 h pro Tag einschalten.

 

Heizung:

Heizung ca. 13 Stunden mittels Spots bis 35°C. Wichtig ist, dass in der warmen Jahreszeit eine Temperatur von 25-28°C erreicht wird. Eine Nachtabsenkung auf ca. 18 °C erhöht das Wohlbefinden der Tiere erheblich.

 

Futter:

Lebende Insekten (z. B. Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Ofenfische oder Asseln).

Diese mit Sepia versetzen, welches den Calciumgehalt erhöht. Den Geckos gelegentlich Vitamine verabreichen sollte auf jeden Fall Beachtung finden.

 

Besonderes:

Hat die Fähigkeit zur Lautäußerung über einen längeren Zeitraum, z. B. bei höheren Temperaturen, gerade erbeuteten Futtertieren oder der Anwesenheit paarungswilliger Weibchen.

Die Eier können im Terrarium schlüpfen. Aufgrund der besonderen Färbung der Jungtiere werden sie nicht von den Adulten gefressen und gejagt.

 

Literatur:

Gibt es nicht. Nur Erfahrungsberichte einiger Halter.

 

Internet:

Sauriar 2006, Download

 

 

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