Leopardgecko

(Eublepharis macularius)

Größe:

Gesamtlänge 19 - 26 cm, Kopf-Rumpflänge (KL) der Männchen 11 - 16 cm, bei Weibchen 11 - 13 cm.

 

Verbreitung:

Ost- und Südost-Afghanistan, Pakistan, Nordwest-Indien

 

Lebensraum:

Steppen und Halbwüsten mit harten, steinigen Lehmböden (keine Sandwüsten), im Gebirge bis 2500 m ü. M. Im Süden des Verbreitungsgebietes

auch in Trockenwäldern.

 

Lebensweise:

Nachtaktive Bodenbewohner, die sich tagsüber unter großen Steinen und in Erdhöhlen verstecken. In manchen Gebieten werden auch künstliche Verstecke wie Steinmauern oder wenig genutzte Gebäude als Tagesverstecke genutzt. Im Terrarium kommen Leopard-Geckos aber oft auch am Tage aus ihrem Versteck, wenn's Futter gibt.

 

Lebenserwartung:

15 - 20 Jahre

 

Geschlechtsunterschiede:

Männchen haben deutlich ausgeprägtere Hemipenis-Taschen am Schwanzansatz sowie 8-14 (unmittelbar vor der Kloake). Beides fehlt bei Weibchen. Männchen sind meist auch grösser und kräftiger gebaut und besitzen einen breiteren Kopf als die Weibchen.

 

Terrariengröße:

min. 80 x 50 cm, Höhe 40 - 50 cm für 1 Männchen und 1 - 2 Weibchen. Jungtiere in entsprechenden kleineren Aufzuchtterrarien.

 

Terrarientyp:

Geheiztes, trockenes Terrarium mit Felsaufbauten und Versteckplätzen Terrarieneinrichtung: Lehmhaltiger Sand oder abgerundeter (Fluss-) Kies als Bodengrund. Dieser kann recht hart sein. In der Natur meiden Leopard-Geckos Biotope, wo sie mit ihren Füssen im Sand einsinken. Deshalb keinen feinen Sand verwenden. Auch Kies mit scharfkantigen Körnern ist ungeeignet. Ein paar Steinplatten so aufschichten, dass die Geckos sich da zwischen verstecken können. Einige Verstecke sollten so hoch sein, dass die Tiere darin stehen können. Die Verstecke so anordnen, dass sowohl im beheizten als auch im unbeheizten Teil des Terrarium Verstecke vorhanden sind und die Geckos sich dort aufhalten

können, wo die Temperatur für sie ideal ist. Eine Bepflanzung ist nicht nötig. Aus ästhetischen Gründen können ein paar trockene Gräser eingebracht werden. Wer nicht auf Pflanzen verzichten will, kann einen Bogenhanf (Sansevieria) oder eine Euphorbia tiraillier einpflanzen. In diesem Fall muss das Terrarium aber stärker beleuchtet werden.

 

Licht:

1 - 2 Leuchtstoffröhren sind ausreichend, denn die nachtaktiven Geckos benötigen kein hell beleuchtetes Terrarium. Die Lampen sind aber für den Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Steuerung über eine Schaltuhr, die das Licht und die Heizung je nach Jahreszeit für 6 - 14 h pro Tag eingeschalten.

 

Heizung:

Heizung mittels Bodenheizung (Heizmatte, Heizkabel). In der Regel reicht eine Leistung von 15-25 W. Damit wird etwa ein Drittel der Bodenfläche erwärmt. Wichtig ist, dass in der warmen Jahreszeit eine Temperatur von 27 - 30 °C, lokal bis 32 °C (nachts 18-22 °C) erreicht wird. Während der Winterruhe können die Temperaturen für ein paar Wochen auf 8 - 12 °C gesenkt werden. In dieser Zeit werden die Lampen ausgeschaltet,

evtl. kann eine schwache Spottlampe während 2 - 3 Stunden pro etwas Wärme spenden.

 

Futter:

Lebende Insekten (Grillen, Heuschrecken, Schaben, Mehlwürmer, Rosenkäferlarven usw.) und Spinnen. Frisches Wasser muss nicht ständig verfügbar sein. Trotzdem sollte eine Wasserschale im Terrarium vorhanden sein, die regelmäßig mit frischem Wasser gefüllt wird. Gelegentlich sollte die Terrarieneinrichtung abends mit handwarmem Wasser überbraust werden.

 

Besonderes:

Winterruhe bei herabgesetzter Temperatur und reduziertem Licht.

 

Literatur:

SEUFER H., Y. KAVERKIN & A. KIRSCHNER (2005): Die Liedgeckos – Pflege, Zucht, Lebensweise. Kirschner & Seufer Verlag, Karlsruhe: 238 Seiten.

 

Quelle:

www.dght.ch (Landesgruppe Schweiz), Dr. Beat Akeret

 

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