Großer Rauer Knopfschwanzgecko

(Nephrurus amyae)

Größe:

Er ist der größte Gecko aus der Nephrurus-Gruppe. Männchen werden bis zu 15 cm groß, Weibchen bis zu 17 cm.

 

Verbreitung:

Dieser Gecko ist endemisch. Er kommt nur in Teilen von Zentralaustralien vor.

 

Lebensraum:

Trockengebiete mit felsigem Untergrund, der spärlich von kleinerer Strauchvegetation und Spinifexgras durchzogen ist.

 

Lebensweise:

Er bevorzugt festen Boden. Tagsüber versteckt sich dieser nachtaktive Gecko unter größeren Holz- und Rindenstücken oder Felsvorsprüngen. Im Terrarium zeigen sich die Geckos auch mal tagsüber, besonders wenn es Futter gibt.

 

Lebenserwartung:

Über 12 Jahre.

 

Geschlechtsunterschiede:

Männchen bleiben kleiner als die Weibchen. Sie haben ausgeprägte Hemipenistaschen an der Schwanzwurzel.

 

Terrariengröße:

Mindestanforderung 4 x 3 x 2 (L x B x H) der KRL für ein Paar. Es empfiehlt sich ein Terrarium von mindestens 60 x 40 x 30 cm. Die Höhe ist nicht von Bedeutung, da dieses eine Art ist, die sich überwiegend am Boden aufhält.

 

Terrarientyp:

Geheiztes, trockenes Terrarium mit Felsaufbauten und Versteckplätzen

 

Terrarieneinrichtung:

Als Bodengrund empfiehlt sich lehmhaltiger Terrariensand, der grabfähig ist. Den Tieren sollten mehrere Versteckmöglichkeiten angeboten werden. Die Höhlen sollten so groß sein, dass sie darin aufrecht stehen können. Wasser und Sepia-Schale dürfen natürlich auch nicht fehlen. Eine Feuchtraumhöhle ist ideal für die Eiablage.

 

Licht:

Leuchtstoffröhren sind ausreichend, denn die nachtaktiven Geckos benötigen kein hell beleuchtetes Terrarium. Lampen sind aber für den Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Steuerung über Zeitschaltuhren, die das Licht und die Heizung je nach Jahreszeit für 6-14 h pro Tag einschalten.

 

Heizung:

Heizung mittels Bodenheizung (Heizmatte, Heizkabel). In der Regel reicht eine Leistung von 15-25 Watt. Damit wird etwa ein Drittel der Bodenfläche erwärmt. Wichtig ist, dass in der warmen Jahreszeit eine Temperatur von 26-28 °C, lokal bis 30 °C (nachts 18-22 °C) erreicht wird. Eine Temperaturabsenkung im Winter auf 20-24 °C am Tag und Nachtabsenkung auf ca. 16 °C erhöht das Wohlbefinden der Tiere erheblich.

 

Futter:

Lebende Insekten (z. B. Grillen, Heimchen, Heuschrecken o. Schaben). Alternativ kann hierzu spezielles Insektenfresserfutter angeboten werden, dieses ist mit Sepia versetzt, welches den Calciumgehalt erhöht. Es ist evtl. notwendig, die Tiere per Pinzette daran zu gewöhnen. Dem Tier gelegentlich Vitamine zu verabreichen, sollte auf jeden Fall Beachtung finden.

 

Besonderes:

Winterruhe bei herabgesetzter Temperatur und reduziertem Licht.

Erst 1994 wurde der N. amyae vom N. asper getrennt. Sie legen 2 Eier pro Gelege. Es sind mehrere Gelege pro Jahr möglich.

 

Literatur:

LAUBE, A. (2007): Erfahrungen bei der Haltung und Vermehrung von Nephrurus amyae

COUPER & GRESGON (1994), Sauria 29

SCHÖNECKER, P. (2007): Biologie, Haltung und Nachzucht des Nephrurus amyae, Draco 8

 

Internet:

Sauriar 2006, Download

 

 

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