Bartagame

(Pogona vitticeps)

Größe:

Gesamtlänge bis 55 cm, Kopf-Rumpf-Länge bis 30 cm

 

Verbreitung:

Ostaustralien, östliches Zentral- und Südaustralien

 

Lebensraum:

Mit Lichtem Baum- und Strauchbestand durchsetzte Trockensavannen und Strauch-Halbwüsten. Während der Regenzeit heftige sehr warm mit viel Sonnenschein.

 

Lebensweise:

Tagaktive Bodenbewohner, die auf Bäume klettern. Bartagamen sind wärmebedürftige Tiere, die sich viel und ausgiebig sonnen.

 

Lebenserwartung:

10 - 12 Jahre

 

Geschlechtsunterschiede:

Männchen haben etwas breitere Köpfe und ausgeprägtere Hemipenis-Taschen am Schwanzansatz.

 

Terrariengröße:

min. 150 x 60 cm, Höhe 100 cm. Jungtiere in entsprechenden kleineren Aufzuchtterrarien

 

Terrarientyp:

Geheiztes, halbtrockenes Terrarium mit Felsaufbauten und Kletterästen

 

Terrarieneinrichtung:

Bodengrund lehmhaltiger Sand oder feiner, abgerundeter (Fluss-) Kies oder Sand-Erde-Gemisch. Keinesfalls Sand oder Kies mit scharfkantigen Körnern verwenden. Armdicke,

verzweigte Kletteräste, Korkröhren als Versteck. Felsaufbauten oder Felsrückwand, auf denen die Tiere klettern können. Die meisten Pflanzen werden von den Bartagamen gefressen. Deshalb kann das Terrarium mit trockenen Gräsern oder Trockenbüschen zusätzlich strukturiert werden. Wer trotzdem lebende Pflanzen verwenden will, kann Pfeifenputzersträucher (Callistemon) verwenden. Diese müssen aber häufig gegossen werden, damit sie im warmen Terrarium nicht vertrocknen.

 

Licht:

Eine helle Beleuchtung ist für die Pflege von Bartagamen sehr wichtig. Als Grundbeleuchtung sollten 3-4 Leuchtstoffröhren (wenn möglich T5 HO) über die gesamte Länge des Terrariums reichen. Zusätzlich helle Metalldampflampen (1 x 150 W oder 2 x 70 W; z.B. Bright-Sun) zur Beleuchtung des Sonnenplatzes. Steuerung über 2 Schaltuhren (eine für die Leuchtstoffröhren, je nach Jahreszeit 8-14 h eingeschaltet, eine zweite für die Metalldampflampe, je nach Jahreszeit 4 - 10 h eingeschaltet).

 

Heizung:

Heizung mittels Metalldampflampen. Diese im Terrarium asymmetrisch anordnen, so dass ein Temperaturgradient entsteht: 25-35 °C, lokal unter Lampen auch wärmer. Keine reinen Infrarotstrahler wie Keramik-Wärmestrahler verwenden!

 

Futter:

Lebende Insekten (Grillen, Heuschrecken, Schaben, Zophobas usw.), Spinnen, ergänzt mit Grünpflanzen (z.B. Löwenzahl, Löwenzahnblüten, Hibiskusblüten, Salatblätter, Apfel oder Birnenstücke), Fütterung nur alle 2 - 3 Tage. Frisches Wasser sollte möglichst immer verfügbar sein.

 

Besonderes:

Winterruhe bei leicht herabgesetzter Temperatur und reduziertem Licht.

 

Literatur:

KARSTEN GRIEßHAMMER K., G. KÖHLER & N.

SCHUSTER (2003): Bartagamen: Pflege, Zucht, Erkrankungen. Herpeton-Verlag, Frankfurt a. M.: 190 Seiten.

MÜLLER P. M. (2010): Bartagamen – Die Gattung Pogona. Artgereicht Haltung, Pflege und Zucht. NT-Verlag, Münster: 168 Seiten.

 

Quelle:

www.dght.ch (Landesgruppe Schweiz), Dr. Beat Akeret

 

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